Vorsicht vor revierenden Katzen

Kürzlich in der WDW wurden wir vor ein zoologisches Rätsel gestellt. Oder sagen wir, mit einer durchaus gewagten These konfrontiert. “Eine Hauskatze kann eine trächtige Rehgeiß töten”, verkündet ein Vertreter der Jägerschaft. Mit der wie ich meine doch etwas gewagten Aussage rechtfertigt der Waidmann, warum Minki, Burli und Co abgeschossen werden dürfen, wenn sie sich zu weit von Siedlungen entfernen und also zu “revierenden Katzen” werden. Weil schließlich sind das ja Haustiere, die gehören, wie der Name schon sagt, ins Haus und nicht in die Wildnis.
Doch wie genau eine durchschnittlich vier Kilo schwere Mieze ein etwa zwanzig Kilo schweres Reh aus der Blüte seiner Jahre reißen soll, das war uns nicht ganz klar. Zunächst. Aber wir in der WDW wären wohl nicht in der WDW, wenn uns nicht bald eine Wahrheit eingefallen wäre. “Also wenn so ein 8-Kilo-Kater Marke Garfield beim Schlafen auf einem Ast das Gleichgewicht verliert und abstürzt und zwar in dem Moment, wo zufällig eine trächtige Rehgeiß unten vorbeimarschiert, dann kann es schon sein, dass die Geiß stirbt”, meint S. nach kurzem Nachdenken. Und die muss es ja wissen, schließlich ist sie Biologin. Doch wie C. nachdenklich anmerkt: “Wie kommt so ein nicht mehr ganz so flexibles und flinkes Tierchen überhaupt auf den Baum hinauf?” “Kurz nach seiner Geburt ist er da raufgekraxelt, hat sich nimma runtergetraut und wird nun täglich von alten Damen gefüttert.” Klingt logisch.

Also Vorsicht falls euch in nächster Zeit einmal eine Katze über den Weg läuft. Die sind gefährlich. Auch in der Stadt. Weil da fehlen ja meistens die trächtigen Rehgeißen und dann müssen sie anfallen, was als nächstes da ist: Uns Menschen.

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