Let’s rock gegen schlechte Winterlaune

Winter ist ja generell keine schöne Zeit für wärmeliebende Menschen wie mich. Wenn dann auch noch so ungefähr alles schief geht, dann ist die Stimmung noch schlechter als das Wetter und noch viel frostiger als die Temperaturen. Treffen auch noch zwei passionierte Jammerliesen wie L. und ich aufeinander, könnte das zu einem Supergau des Selbstmitleids werden. Im besten Sinn. Schließlich reinigt Jammern die Seele. Davon bin ich überzeugt. Hilft ja nix, alles runterzuschlucken. Da bekommt man nur ein Magengeschwür davon. Oder die zwei Semperhefn finden ein Rezept zur Laune-Verbesserung.

Der Vorteil am Hang zur Schwarzmalerei, zum Sudern und zum Alles-ist-blöd-und-überhaupt-bin-ich-mit-der-Gesamtsituation-unzufrieden-Getschentsche (hui, das schaut geschrieben echt voll toll aus) ist ja, dass die betroffenen Personen über die Jahre Mittel und Wege zum Besserfühlen entwickeln. Feel-good-Filme, die man immer und immer wieder anschauen kann, und die einem nach wie vor auch am miesesten Tag ein Lächeln aufs Gesicht zaubern sind ein gern genutztes Wundermittel (“Willkommen bei den Schtis” – ein französischer Film, den ich verstehe und bei dem am Ende nicht Fanny Ardant, Catherine Deneuve oder sonst wer ratlos in die Ferne schaut oder tot ist. Wobei, “Amelie” geht auch immer. So süß. “Mamma mia!” – da kann man sogar mitsingen, das freut die Nachbarn besonders. “French Kiss” – ach, das waren noch Zeiten, bevor Meg Ryan die Schönheitschirurgie entdeckt hat. “mein Arsch hat Zuckungen. Von Typen wie euch krieg ich immer Zuckungen im Arsch.” herrlich. Naja, die Liste geht weiter, aber ich glaube I made my point.)

Und Musik kann auch wahre Wunder bewirken. “Hör dir die Baseballs an. Am besten Umbrella. Das ist ein richtiges Feel good- Lied”, rät L. mir also bei unserem letzten Treffen, bei dem wir zuerst nirgendwo einen Platz bekommen haben (bitte, war vergangenen Freitag irgendwer in der Hauptstadt zu Hause?) und dann in einem Bierbeisl gelandet sind, das zwar nett war, aber nicht gut beheizt. Das hat uns zwar nicht abgehalten bis zwei zusammen zu sitzen, aber frisch war schon. Jedenfalls hatte ich am nächsten Tag schon den Link zu den Bällen im Posteingang. Seitdem laufen sie auf Powerplay. Wer bei den echt-neuen Rock’n Rollern, die neue Lieder im 50er-Gewand präsentieren nicht gute Laune bekommt, ist womöglich wirklich verloren.

\”The Baseballs Umbrella on Youtube\”

 

     

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