Ausflug in die Serengeti

Diesmal ein Filmtipp der etwas anderen Art, nämlich ein Tierfilm. Bei manchen wird’s ja beim Titel “Serengeti darf nicht sterben” (Bin ich eigentlich die einzige, die da einen Artikel ganz schmerzlich vermisst?) klingeln. Die 60 Jahre alte Doku zeigt die Anfänge des Serengti Nationalparks und ganz einfach auch das Leben in dieser einzigartigen Landschaft.

Jetzt gibt’s einen neuen Film über die Serengeti. Und der ist wirklich bildgewaltig und wunderschön. Das Besondere an dieser Gegend ist ja vor allem die jährliche Massenwanderung von etwa zwei Millionen Gnus, Zebras und Gazellen. Die ziehen sozusagen einmal durch die Serengti, dahin, wo’s gerade genug zu Fressen gibt. Der Film folgt den wandernden Tieren. Und ich habe wieder einmal festgestellt, dass ich sogar für Tierfilme viel zu emotional bin. Wie Gnus am Wasserloch von Krokodilen überrascht wurden, hab ich vor Spannung fast mit Nägelbeißen angefangen. In Zeitlupe wird da gezeigt, wie das hungrige Reptil aus dem Wasser hochschnellt und die Gnus mit panisch aufgerissenen Augen wegspringen. Wahnsinn, wie man da die einzelnen Muskelpartien der Tiere arbeiten sieht, wenn die in die Luft hüpfen. Aber nichts für schwache Nerven (wie meine). Und wie so ein Baby-Gnu im Gatsch festgesteckt ist, bin ich fast in Tränen ausgebrochen. Ohne zu viel zu verraten – manche Geschichten gehen gut aus. Andere nicht so – allerdings kommt es wohl drauf an, ob man zum Kroko oder zum Gnu hält.

Was in dem Film nicht angesprochen wird, was aber nicht unwesentlich ist, ist dass die tansanische Regierung nun eine Schnellstraße durch die Serengeti bauen will. Das ist dann für die Tiere dort und ihren Wandertrieb ein wenig suboptimal. Noch wird aber nicht gebaut und es bleibt zu hoffen, dass Tansania noch umgestimmt werden kann. Eine Alternativroute ist schon ausgearbeitet worden. Die würde im Süden an der Serengeti vorbeiführen. Hätte auch den Vorteil, dass nicht nur 500.000 Menschen, sondern ganze 2 Millionen davon profitieren würden.

Gut, zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: ein wirklich schöner und interessanter Film, der auf der großen Kinoleinwand echt beeindruckend rüberkommt. Bitte anschaun.

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