Eine neue Klubmitgliedschaft

Jetzt ist er also weg, der 2er. Und es hat gar nicht weh getan. Ich bin nicht Schlag Mitternacht vollkommen verrunzelt. (Gut, ich hab am nächsten Tag in der Früh ein wenig zerknautschter ausgesehen als üblich. Aber ich hab’ auch nur fünf Stunden geschlafen. Unfreiwillig.). Mein Haar wurde nicht aufeinmal grau. (Wie auch, ich färbe seit 15 Jahren ganz fleißig.). Und, was mich eigentlich am meisten überrascht hat: ich bin nie, zu keinem Zeitpunkt in den vergangenen Wochen, in helle Panik verfallen. Weil in dem Alter wollte ich ja schon das und das erreicht haben (Zugegeben, ich hatte nie irgendwelche Lebens-Deadlines, aber trotzdem). Oder andere in meinem Alter haben schon das und das gemacht. Das einzige was ist: Menschen so in ihren ganz, ganz, ganz späten 20ern sind mir immer so erwachsen vorgekommen. So fertig. So ich-kenn-mich-schon-voll-toll-aus-im Leben. So anders als ich. Naja, wird ja vielleicht noch.

Jedenfalls bin ich jetzt ganz offiziell keine Twenty-Something mehr. Jetzt gehöre ich zum Klub der 30er (Wusste jemand, dass es den gibt? Zumindest bin ich so oft mir “Willkommen im Klub” begrüßt worden, dass ich schon glaube, ich hätte vorher was davon wissen müssen. Was gibt’s denn da jetzt für Klubvorteile? Irgendwelche Ermäßigungen?). Und das Leben ist noch immer schön. Tja, wer hätte das gedacht.

Das Schönste am Klubwechsel ist, dass ich nicht alleine war. Also so im Übergangsprozess. Da waren ganz viele meiner Lieblingsmenschen dabei (den Verhinderten verzeihe ich an dieser Stelle noch einmal). Und das war voll schön. Danke fürs feierliche Mitwechseln.

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