Schweine züchten in Nazareth oder warum einfach, wenn’s kompliziert auch geht

Es gibt ja viele Gründe, ein Buch zu kaufen. Autor, Inhalt, Cover, Titel…Folgendes Buch, hab ich mir wegen letzterem zugelegt. Weil “Schweinezüchten in Nazareth” meiner Meinung nach einfach ein unglaublich großartiger Titel ist. Und diesmal ist der Übersetztungstitel besser als der originale. Im französischen Original heißt’s nämlich noch recht unspektakulär “Les terres saintes”.

Die Autorin Amanda Sthers will ich eigentlich nicht mögen. Weil die ist nicht nur einigermaßen jung und richtig talentiert sondern auch hübsch. Das ist doch ungerecht. Trotzdem muss ich sie einfach toll finden. Ja, ich hab’ auch großzügige Tage.

Worum geht’s: Der Pariser Herzchirurg Harry Rosenmerck ist in heilige Land gezogen, um dort Schweine zu züchten. Der örtliche Rabbi findet das nicht besonders klass, sind Schweine für Juden ja unreine Tiere. Abgesehen von seinen beruflichen Schwierigkeiten hat er auch noch eine nicht ganz einfache Familie. Seine Tochter lässt sich immer wieder mit viel älteren, verheirateten Männern ein. Mit seinem Sohn redet er nicht mehr, seitdem er sich als schwul geoutet hat. Und da ist auch noch die Ex-Frau. Erzählt ist der Roman in Form von Briefen und Emails, die sich diese Personen schreiben. Ihre Geschichten sind manchmal komisch, manchmal tragisch und manchmal bittersüß. Bitte lesen.

 

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