Will you still love me tomorrow?

W. möchte, dass ich über ihn schreibe. Zumindest gehe ich davon aus, dass er das möchte. Warum sonst klatscht er sich gemütlich neben mich auf die Couch, blinzelt verstohlen auf meinen Bildschirm und fragt: “Was schreibst denn? Deinen Blog? Schreibst über mich?” Eigentlich nicht, aber schließlich will man seine andere Hälfte glücklich machen. Außerdem hab ich grade vergessen, worüber ich eigentlich sonst schreiben wollte. Dreißiger-Demenz, was soll’s. Also W. W. will Fußball schauen. Aber davor gibt’s noch eine Folge Hart of Dixie. Nicht meine Idee. Nicht, dass das jemals zugegeben werden würde. Ein ungeschriebenes Männer-Gesetz. Schließlich sollten ab einem bestimmten Testosteron-Level gewisse Sendungen nicht geschaut werden. Oder so. Erstaunlich, dass man dann trotzdem weiß, dass die ersten Sex and the City-Folgen viel besser waren als, alles was danach gekommen ist (obwohl die Frisuren gewonnen haben, aber das nur nebenbei). Oder dass Lorelei und Luke zusammenkommen müssen (wobei: Team Christopher, anybody?). Programme wie Germany’s next Topmodel emotionalisieren W. meiner Meinung nach zu sehr. Sowas geht nämlich nur nebenbei. Ich bevorzuge ja dabei zu lesen. Yoga geht auch. W. gibt sich das pur. Und wenn man sich den Käse wirklich zu genau anschaut, dann kann ich schon verstehen, dass man oft am liebsten den Kopf gegen die Wand hauen würde. W. ist inzwischen durchaus schon recht firm im beurteilen der Dummtröten, die sich das alles für die fünfzehn Minuten Ruhm antun. Wenn eine nicht gut gehen kann, sieht er das schon. Und dass die Bitch immer bis fast zum Schluss dabei sein muss ist auch W. bereits klar. Und warum sich die bei Bikini-Shootings so anstellen versteht er auch nicht. Wollen ja Models werden. Öffentlich zugegeben wird das aber auch unter Folter nicht. Als ob’s eine grobe Bestrafung für derartiges Verhalten durch den weisen Männerrat gäbe. Bierverbot oder so. Na, jedenfalls ist Hart of Dixie ist der nächste logische Schritt (also nach Gilmore Girls, nicht GNTM). Und wer Gelegenheit hat, da an die Folgen ranzukommen: bitte schauen. Worum’s geht? New Yorker Ärztin landet in Alabama und muss irgendwie mit der Kleinstadtbevölkerung zurechtkommen. Und die mit ihr. Im Prinzip ist es eine Mischung aus Ausgerechnet Alaska, Men in Trees, Doc Hollywood und Gilmore Girls. Perfekt zum Entspannen und Lachen. Und weil’s so heiß ist im Süden, zieht sich vor allem ein Herr der Schöpfung besonders gern das Leiberl aus. Auch nit schlecht.

PS. Das passt jetzt zwar so gar nicht dazu. Aber es läuft ja inzwischen Fußball und das wollte ich echt einmal gesagt haben: Das ist schon ein extrem homoerotischer Sport. Dieses ewige Getätschel und Abgeklatsche. Und wenn sie jubeln legt sich einer am Boden und alle drauf. Is eh schön für sie, aber kann man das auch einmal zugeben?

PPS. Hoffe W. ist zufrieden mit dem ausschließlich ihm gewidmeten Eintrag. Wär schad, wenn’s umsonst gewesen wär.

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