Großer Apfel: Einmal abbeißen bitte

Jö, ist die Zeit schnell vergangen. Der Wonnemonat da und auch schon fast wieder vorbei. Aber es hat sich wenigstens was getan. War im großen Apfel. Komplett mit SATC-Tour (die praktischerweise im HBO-Store endet. Das ist der Sender, der zufälligerweise auch Game of Thrones bringt. Und so schlau ist dazu auch Fanartikel zu produzieren. Und an einem Khaleesi-Häferl kann meine eine naturalmente nicht vorbeigehen. Und auch nit am T-Shirt.) und Central-Park-Sonnen und Shoppen und Guggenheim und fette Burger schmausen. Voll toll. Anstrengend, aber schön, der Mädels-Ausflug.

Wir sind übrigens überzeugt, dass die Homeland Security uns einen Agenten zur Überwachung geschickt hat. Ein Schmetterling hat uns nämlich täglich begleitet. Sollte wohl unauffällig sein. Ist es nicht. Möglicherweise war unsere Reisegruppenzahl auffällig. Drei. Das macht man nicht. Wenn man zu dritt in ein Restaurant kommt erntet man böse Blicke. Zwei – ja. Vier – super. Aber drei? Das ist tischmäßig ja nur blöd. Da wird immer missbilligend das vierte Besteck abgeräumt. Wir waren also verdächtig. Möglicherweise hat es auch nicht geholfen, dass das mit dem Einblenden nicht wirklich geklappt hat. Bis zum Schluss hab ich mich nicht daran gewöhnen könnten, dass bei wirklich jedem einzelnen Geschäft gleich nach der Tür jemand steht, der einen begrüßt. “Hey, guys! How are you today?” Und dann wird man auch noch alle zwei Meter von einer Verkäuferin oder einem Verkäufer angesprochen “Hey, how are you? Need help?” Als gelernte Ösin steht man zuviel Höflichkeit und Hilfsbereitschaft skeptisch gegenüber. Abgesehen davon, dass es irgendwann einfach nur noch nervt, dass man sich nicht einmal ein T-Shirt anschauen kann ohne ein “Oh, that is so great. And the fabric – so soft” abzubekommen. Und ich war noch die, die am meisten mit denen gequatscht hat. N. und L. sind immer schnell irgendwo abgeblieben. So kam es auch dass ich mich im Levis-Store vermessen hab lassen. Gaby wollte mir nämlich helfen die richtige Jeans zu finden. Und da gibt es für diese tollen Curve-ID Dinger ein spezielles Maßband. Das hat dann herausgefunden, dass ich zwar in der Mitte eh einigermaßen schmal bin, unten weiter dann aber, naja “quite curvy”, wie Gaby es ausdrückte. Höflich für: Schatzi, du hast schon einen fetten Arsch. Weil ich bin sozusagen Borderlinerin zwischen demi und bold. Ja, es war ein erkenntnisreicher Nachmittag. Aber zumindest hab ich eine Hose, die mir und meinem Hintern passt. Ist ja auch schön.

Anders befremdlich war auch das willige Schlangenbilden im großen Apfel. Das kennt man hier in Öreich ja so gar nicht. Hier wird die Tradition der Traube noch hoch gehalten. Da ist es immer ganz wichtig sich aktiv anzustellen, die Ellebogen ein wenig auszufahren und ja nie zu freundlich zu schauen. Nur so bleibt man nicht übrig. Gelebter Darwinismus sozusagen. Aber die Stars and Stripes sind da so unglaublich diszipliniert. Meist hilft zwar auch so ein Absperrband, aber es ginge wohl auch ohne. Schon irgendwie eine Wohltat.

Und noch eine Erkenntnis, die die Woche gebracht hat: Ihr kennt How I met your mother? Die nur sehr marginal informativen Nachrichten, die Robin immer ansagen darf? Das ist nicht übertrieben. Pat vom Frühstücksfernsehen (dank Nichtgewöhnen an die Zeitverschiebung haben wir es immer geschafft so zwischen sieben und acht aufzustehen – ja, wir die Partymäuse) durfte auch so tolle Sachen ankündigen wie: Schule XY ist auf dem 42 Platz im US-weiten Schulranking gelandet. Whoa!!! Am 42. Platz – was für eine Geschichte. Die schönste Aufgabe vom Mann mit dem einen blauen Anzug, dessen Haare auch von Katrina nicht durcheinander gebracht werden könnten, war das tägliche Vorlesen der wichtigsten Headlines der Tageszeitungen. Als Zusatzservice hat er dann die Essentialia der Artikel auch noch zusammengefasst. In diesen Momenten hab ich echt das Gefühl richtig wichtigen Journalismus zu machen. Die Story der Woche war übrigens: Fat cat dies. Und ich hab das Foto gesehen – das war echt eine fette Katze.

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