Versuch von A nach B zu gelangen

Mit Reimen ist es ja so eine Sache. Die meisten sind einfach furchtbar schlecht. Ich glaube ich muss jeden von der Last seiner traurigen Existenz befreien, der es weiterhin wagt “doesn’t know better” mit “weather” zu reimen. Zuletzt gehört beim Songcontest, diesem unglückseligen Sumpf an musikalischem Untalent. Ernsthaft, nimmt sich da irgendjemand selbst ernst, der da hinfährt? Glauben die, dass sie wirklich gute Musik machen? Oder geht es eh mehr darum alle zu verarschen? Ich bin noch unschlüssig, fürchte aber, dass es da schon einige gibt, die von sich und ihrem Lied überzeugt sind. Warum ich’s dann geschaut habe? Ist auch nicht gar so viel anders als alle anderen Sozialpornos, die im Fernsehen rauf und runtergespielt werden. Manchmal muss man sich wohl einfach fremdschämen oder über andere, vollkommen Fremde herziehen können. So nach Herzenslust. Nach jahrelanger Songcontest-Abstinenz war’s also heuer wieder soweit. Mit meiner Frau Mama. Und einer schönen Flasche Wein. Und damit wir uns nicht nur aufs Fernsehen konzentrieren mussten, hamma daneben Karten gespielt. Sehr fein.

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen. Reime, ja, Reime waren das Thema. weil im Vergleich zu so manchem schlechten kann man auch immer wieder auf wahre Perlen stoßen. Beispiel gefällig? Wie wär’s mit “1,2,3,4 – just another whore” – tja, die Tiger Lillies. Politisch korrekt bis zum Letzten.

So, und weil ich so lange gebraucht habe, diesen Post zu vollenden – ich musste leider das Schreiben unterbrechen. Und schwupps, schon sind drei Tage später und die Welt hat sich vollkommen verändert. Jedenfalls sind ein paar Preise verliehen worden. Na, klingelt’s? Ja, genau, die Tonys. Und Once hat doch tatsächlich acht von den Goldmännchen (oder wie auch immer die ausschauen, hätte ich vielleicht recherchieren sollen) abgeräumt. Und Porgy und Bess hat auch gleich was gekriegt. Was soll man sagen, wir hatten einfach echt ein gutes Händchen und einen noch besseren Geschmack beim Aussuchen unserer Unterhaltung im großen Apfel. Und weil’s manchmal unvermeidlich ist, nicht ganz so brillante Postings zu veröffentlichen, stell ich das jetzt schnell online. Weil ich leider gerade überhaupt keine Ahnung mehr habe, was ich mit dem Ganzen eigentlich sagen wollte, geschweige denn, worauf ich hinaus wollte. Aber irgendwie wär’s ja auch schade, das alles jetzt zu löschen. Ein paar gute Sätze waren ja auch dabei. Also, da müssen wir jetzt halt alle durch. Beim nächsten Mal wird’s besser. Versprochen.

 

 

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