Böse in Brasilien

Die Kindle-Olympiade diesen Sommer (viele Bücher um einen Euro – da konnte ich wirklich nicht widerstehen) bescherte mir unter anderem auch ein richtig gutes Buch: “The Boys from Brazil” von Ira Levine. Erschienen 1976 geht’s darin um Mengele und ein paar andere Nazis und ihr Bestreben das vierte Reich aufzubauen. Mengele war zu dem Zeitpunkt noch am Leben irgendwo in Brasilien. Erst 1979 ist er dort gestorben. Das hat den Text damals sicher brisant gemacht. Doch auch heute hat er nichts an Intensivität verloren. Wie gesagt, Mengele hat es sich mit seinen Kumpanen in Brasilien gemütlich gemacht. Und plant den endgültigen Triumph der arischen Rasse. Ein amerikanischer Student kommt ihm auf die Spur und berichtet Nazi-Jäger Yakov Liebermann (angelehnt an Simon Wiesenthal) davon. Der hat in Wien gerade damit zu kämpfen, dass ihm die finanziellen Mittel für sein Informationszentrum fehlen. Irgendwie glaubt Liebermann dem Studenten seine haarsträubende Geschichte und beginnt zu ermitteln.

Das Thema ist per se nix für heitere Stunden. Aber den Ansatz von Levin find ich echt großartig (Will nicht zuviel verraten. Der Leser muss genauso wie Liebermann langsam selber draufkommen, was Mengele plant). Und er erzählt es unglaublich spannend und mitreißend. Und im Hinterkopf hat man immer: Ja, was wäre wenn…Bitte lesen. Unbedingt.

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