Auf gute Nachbarschaft

Habt ihr euch eigentlich auch schon einmal gefragt, was zum Geier eure Nachbarn so tun, dass das diese und jene Geräusche zur Folge hat? Also nicht das jetzt. Wobei es da auch schon Merkwürdigkeiten gegeben hat. Ein Pärchen war einmal derart unrhythmisch, dass hat ja weh tun müssen. Ganz anders N.’s Nachbar als sie noch mit M. zusammengewohnt hat. (Ja, damals.) Der ist mit einer beachtlichen Regelmäßigkeit Schnurgesprungen. Hat zumindest so geklungen. Wirklich, wie in den Boxerfilmen, in denen die gefühlte zehn Minuten im immergleichen Rhythmus hüpfen. Beeindruckend.

Aber davon red ich gar nicht. Unsre neuen Nachbarn von oben richten die Wohnung erst her. Und dass schon seit einer geraumen Weile. Ihre Hauptaufgabe ist das Bohren. Also vielleicht malen sie dazwischen auch aus. Das hört man ja nicht. Aber meistens bohren sie. Also er zumindest. An Arbeitstagen seh ich immer nur ihn. Zwischendurch kommt sie mit dem Kind vorbei. No judgement. Ich mein ja nur.

Jetzt ist es ja so, dass in einer Wohnung nur eine begrenzte Anzahl an Löchern gebraucht wird. Im Normalfall halt. Was den lieben W. und mich doch zu Spekulationen hinsichtlich des Aussehens und der Funktion der Wohnung gebracht hat. Möglichkeit A: Unsre neuen Nachbarn sind – nicht sehr intelligente – Bankräuber. Sie dachten nebenan ist eine Bank und wollen sich jetzt zu dieser durchbohren. Möglichkeit B: Sie mögen keine festen undurchsichtigen Wände. Nun bohren sie in alle Wände genügend Löcher, um die Wiener Altbauwohnung in ein verhindertes Loft zu verwandeln. Möglichkeit C: Sie sind Zahnärzte für Großtiere. Sie müssen an riesigen Übungszähnen ganz viel Bohren üben.

Für weitere Optionen bin ich natürlich immer offen. Einstweilen hoffe ich einfach, dass sie nicht anfangen den Boden anzubohren, um ihre Wohnung in eine Maisonette zu verwandeln.

 

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