Ein Silberstreif am Horizont

Die Oscar-Nominierungen sind draußen und ich hab die nominierten Filme und somit die nominierten Schauspieler in den nominierten Rollen wieder einmal nicht wirklich gesehen. Nicht allein meine Schuld. Les Misérables läuft erst Ende Feber an. (Frechheit). Zero Dark Thirty kommt erst Anfang Feber. Amour hab ich noch nicht gepackt. Argo hab ich irgendwie verpasst. Und Life of Pi und Lincoln interessieren mich nicht. Aber da ist ja noch Silver Linings Playbook. Der stand gestern am Programm. Und ich muss sagen, ich war positiv überrascht. Bin mit nicht allzugroßen Erwartungen hingegangen. Vor allem an Bradley Cooper, der für mich mehr so im Hangover-Qualitätseck stand. Bisher. Das hat sich geändert. Der kann ja wirklich schauspielen. Und dass er schon recht gut zum Anschauen ist, ist ja auch kein Fehler. Und die anderen Darsteller waren auch beeindruckend. Jennifer Lawrence hab ich noch nirgends gesehen gehabt (keine Hunger Games für mich) aber die ist schon gut. Und Robert De Niro, was soll ich sagen, ist Robert De Niro. Der blickt nicht umsonst auf eine jahrzehntelange Karriere zurück.

Worum’s geht? Pat hatte schon immer Probleme mit Stimmungsschwankungen. Dann erwischt er seine Frau mit einem anderen und zuckt total aus, schlägt ihn halb tot. Bipolare Störung wird bei ihm diagnostiziert. Er muss acht Monate in eine geschlossene Anstalt. Dann holt ihn seine Mutter raus und zu sich und Papa Robert De Niro nach Hause. Er soll weiter eine Therapie machen und sein Leben in den Griff kriegen. Sein oberstes Ziel: die Gattin zurückzugewinnen. Bei einem Abendessen bei Freunden trifft er auf Tiffany. Deren Ehemann ist gestorben und sie hat das nicht gut verkraftet. Ihre Reaktion war, mit jedem aus dem Büro und noch ein paar mehr zu schlafen. Sie verspricht Pat ihm bei der Rückgewinnung seiner Frau zu helfen, wenn er mit ihr bei einem Tanzwettbewerb antritt. Und so versuchen die zwei langsam irgendwie mit ihrem Leben und ihren psychischen Erkrankungen zurechtzukommen.

Wie gesagt, der Film ist richtig gut gespielt. Die Geschichte ist überhaupt nicht platt oder schmusig erzählt (wie der Trailer vielleicht vermuten lässt) und es gibt einige wirklich witzige Momente. Und die lustigste Tanzszene ever. Also bitte, anschauen!

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