Paul Watzlawick geht ins Kino

Pfuh, time flies und schon wieder ist eine Woche um. Wollte folgende Kinoempfehlung schon vor Ewigkeiten loswerden. Aber dann kommt wieder dies und jenes dazwischen und was weiß ich. Aber jetzt (also jetzt, wenn der Film wohl gar nicht mehr im Kino läuft) komm ich dazu. Aber er ist einfach so total herzig, dass der durchaus den Erwerb einer DVD wert sein könnte. Worum’s geht? Anleitung zum Unglücklichsein. Klingt jetzt wie ein Buchtitel. Ist es auch. Aber ab heuer eben auch ein Filmtitel. Der Streifen lehnt sich doch recht vage an Watzlawicks Buch an. Das hab ich zwar auch vor Urzeiten einmal gelesen (warum auch immer ich das von der lieben N. schenken kriegt hab), kann mich aber wirklich nicht mehr so recht an den Inhalt erinnern. Allerdings sind einem als gelernte Österreicherin mit Spezialisierungen im kärntnerischen Realitätsverweigern und wienerischem Schwarzmalen, wahrscheinlich ziemlich viele Punkte, die der gute Paul (der übrigens das gleiche Gymnasium besucht hat wie ich, nur halt ein paar Jahrzehnte früher. Übrigens auch einer meiner Altgermanistik-Professoren – tja, ich wäre also zu Höherem bestimmt gewesen, bin dann aber doch ein bisserl in die Niederungen abgedriftet.) also als so jemand sind einem diese Voraussetzungen quasi in die Wiege gelegt und wenn nicht schon dann drin, dann halt später ins Blut übergegangen. Also im Unglück finden, wo keines ist, bin ich schon nicht so schlecht. Doch so ein kleiner optimistischer Kern lässt sich dann doch nicht leugnen. Aber ich schweife ab.

Ah, zurück zum Film: Anleitung zu Unglücklichsein mit der wirklich bezaubernden Johanna Wokalek, Benjamin Sadler, der beweist, dass ein Schnauzer einen schönen Mann echt entstellen kann, und dem mir bisher unbekannten aber nicht zu verachtenden Itay Tiran (und ja, da sind auch noch Iris Berben und Richy Müller) ist ein immer-wieder-anschau- und trotz des Titels fühl-dich-wohl-Film. Also bitte, anschauen!

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