Keine Zeit und so

Ach, gestern sollte es soweit sein. Da wollte ich euch von meinen Abenteuern am südlichsten Zipfel (und ein bisserl weiter oben) Großbritanniens erzählen. Von gummistiefeltragenden Wanderern und Regenhosen, kitschigen B & Bs und Narzissenfeldern. Von Kuchenessen vor Stonehenge und dass die Saison erst im Mai beginnt und deshalb kaum Busse fahren. Aber irgendwie ist sich das alles nicht ausgegangen. Vor allem, weil ich mir gestern Abend eingebildet habe, das Bücherregal neu ordnen zu müssen. Bin eh nur halb fertig geworden, weil ich dann doch noch eine Runde Yoga eingeschoben habe und es sonst zu spät geworden wäre. Bücherregalordnen ist nämlich eine wichtige Sache für mich. Das geht nicht so husch pfusch. Da muss man sich genau überlegen, nach welchem System vorgegangen wird. Rein alphabetisch? Nach Sprache? Wenn, dann nach Sprache des vorliegenden Textes oder nach der Ursprungssprache des Autors? Trennt man Originale und Übersetzungen? Oder ist eine Einteilung in Genres sinnvoll? Was mich ja vollkommen unrund macht, sind so Absurdistan-Einteilungen nach Farben oder Größe. Bitte, das geht gar nicht. Da findet man ja nie mehr etwas. Aber ich werde schon wieder etwas emotional. Was ich eigentlich sagen wollte: Ich bin gestern Abend nicht zum Schreiben gekommen. Aber ich war mit Texten beschäftigt. Im weitesten Sinn halt. Und weil ich jetzt auch gar keine Zeit hab, über Kitsch-Cornwall&Co zu schreiben, wollte ich euch eigentlich nur ein kleines Lied ans Herz legen, das bei mir diese Woche im Powerplay läuft (also eigentlich die ganze CD, aber das Lied halt besonders) und die Arbeit so schön fließen lässt. Viel Spaß beim Anhören und einen schönen temperaturbegünstigten Donnerstag.

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