Tschitti Tschitti

Gibt es eigentlich noch mehr Menschen da draußen, die Tschitti Tschitti Bang Bang für einen der besten Filme ever halten? Ja? Nein? Ich hab’ Angst? Ja, Angst hatte ich auch. Immer dann wenn der Kinderfänger ins Bild gekommen ist. Mit seiner unnatürlich großen, spitzen Nase, den klauenartigen Händen und den fettigen Haaren. Kein Kind, das diesen Film gesehen hat, nimmt jemals wieder einen Lutscher von einem Fremden. Aber diese unter der Decke verkriech-Momente wurden locker flockig von den Liedern aufgewogen. Ich war so froh, dass ich den Film auf Video (also diese Dinger vor den DVDs. Meine Generation kennt die.) hatte, dann konnte ich ihn mir immer anschaun, wenn ich krank war. Was ich oft war. Gemeinsam mit Mary Poppins (in dem Dick Van Dyke auch singen, springen und tanzen darf), Robin Hood und Merlin und Mim, haben die mich durch die etwa drei grippalen Infekte, die Bronchitis und die Angina, die ich allwinterlich hatte, gebracht. Und die Lieder hat man sich dann immer gleich mehrmals hintereinander anschaun können. Wahrscheinlich ist meine Mutter schon rot angelaufen, wenn ich, im Wohnzimmer liegend, weil da war der Fernseher, schon wieder den gleichen Schmarrn mir anschauen wollte. Na jedenfalls bin ich heute zwar nicht krank aber in Tschitti-Stimmung. Und weil’s auf Englisch nocheinmal zungenbrecherischer ist, hier diese Version.

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