Viva Roma

Die riechen doch, wenn ich auf Urlaub gehe, oder? Anders kann ich mir nicht vorstellen, warum immer, wirklich immer wenn ich auch nur einmal zwei Tage nicht in der Arbeit sein werde, allen einfällt, dass sie gerade jetzt noch dringend etwas brauchen. Von den Chefitäten will ich gar nicht reden. Weil irgendwelche Spezialfotowünsche oder Zusatzinfos wollen die auch besonders dann gerne, wenn ich eigentlich echt pünktlich heimgehen muss, weil ich einen Flieger oder Zug kriegen muss. Aber alles wird gut. Ich bin tiefenentspannt. Ich bin zen. Total ruhig. Gelassen. Ich will niemanden umbringen. Oder wehtun. Dieses ganze Sch…Yoga muss doch auch für was gut sein.

Um da jetzt ein wenig in eine andere, etwas vorfreudigere Stimmung zu kommen, hilft – genau: Musik. Und weil es diesmal nach Bella Roma geht, geht die Musi auch in diese Richtung. Ich muss mich nämlich auch noch ein bisschen davon überzeugen, dass die Idee mit dem Nachtzug eine gute war. Ich muss nämlich leider ständig an die Sex and the City Folge denken, in der Carrie und Samantha mit dem Zug nach LA tuckeln. Und die romantischen Reise-Träume ziemlich flockig zerstört werden. Naja, immerhin habe ich absolut keine romantisierte Vorstellung von Zugreisen. 13 Jahre Südbahn-Kundin und davor acht Jahre Regionalzüge an der Heimatfront treiben einen das sehr nachhaltig aus. Aber ich werd einfach ein Flascherl Wein einpacken und dann wird das ganz toll. Und überhaupt geht es ja darum, irgendwo anzukommen, wo es schön ist. Und Rom erfüllt diese Vorgabe eindeutig. Nachdem wir bei unserem letzten Rombesuch auch alle wichtigen Routen aus W’s Reiseführer abgelatscht sind, hab ich große Hoffnung, dass wir diesmal ein, zweimal in eine unbeschriebene Seitengasse abbiegen können. Und uns vielleicht das Forum Romanum ganz schenken. Naja, man wird ja noch hoffen dürfen. Aber einstweilen: Musik ab.

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