Auf der Suche

Ich scheitere ja so extrem ungern. Deshalb stelle ich mir meist auch Aufgaben, die auf der eher lösbaren Seite liegen. Gut, die eine oder andere Herausforderung gönn’ ich mir schon. Aber man will ja nicht übertreiben. Nach ein paar kleinen bis mittelschweren Katastrophen dachte ich mir also, ich versuche etwas Einfaches. Einen Block kaufen. Meine Vorgaben sind denkbar einfach: Größe in etwa A4, Bindung egal aber er sollte einigermaßen formschön und wohltuend fürs Auge sein. Klingt jetzt nicht unlösbar, ist es aber, wie sich herausstellen sollte. Denn nach drei Papierwarengeschäften kann ich sagen: Wer weder einen hundsordinären Collegeblock noch einen mit wahlweise Prinzessin Lilifee, einem Schutzengel oder goldenen Lettern auf bordeauxrotem bis schimmelgrünem Untergrund haben möchte, kann brausen gehen. Zugegeben, mein erhöhtes ästhetisches Bedürfnis im Bereich Papierwaren erschwert mir den Kauf ebendieser immer wieder. Die Suche nach tollen Bleistiften hat schon dazu geführt, dass ich mir welche aus Übersee bestellt habe. (Verurteilt mich jetzt nicht. Die Bleistifte sind echt wunderhübsch. Und wären die Versandkosten nicht gewesen, wären sie auch gar nicht so teuer gewesen.) Wenn es mich urlaubstechnisch in im Papeteriebereich höher entwickelte Länder wie England oder Italien verschlägt, greife ich immer gerne zu. Das bringt jetzt halt nix, weil ich in nächster Zeit die Landesgrenzen eher nicht überschreiten werde. Aber ich brauche halt diesen Block. Und bevor ich wieder einen Etsy-Shop plündere, wäre ich für Tipps tatsächlich dankbar. Falls es da draußen noch wen gibt, mit gehobenen Ansprüchen an seine Schreibwaren. Als Verzweiflungstat wäre natürlich noch immer die Selbstgestaltung eine Blockes möglich. Aber meine DIY-Fähigkeiten in dem Bereich spielen sich eher im unteren Drittel ab. Dann hab ich viel Arbeit mit etwas, das mir nicht gefällt. Und wie gesagt, ich scheitere so extrem ungern.

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