Schlaflos in Wien

Wenn man vom Chef gefragt wird, was denn mit einem los ist, vor allem gestern, weil da hat man so fertig ausgeschaut. Noch mehr als heute. So richtig mit Augenringen bis Mitte Wange. Dann weiß man, dass a) die Unmengen an Concealer, die man sich draufschmiert genau Nüsse bringen, b) Yoga auch nicht für den Teint hilft und c) es echt Zeit wird, dass die Feiertage kommen. Nicht dass die per se für Erholung stehen. Schließlich verbringt man in meinem Fall vier Tage hintereinander in wechselnden Gruppenzusammensetzungen beim Essen. Aber es wird in dieser Zeit keinen Computer vor meiner Nase geben und es werden nicht noch schnell die Emails am Fon gecheckt. Überhaupt wird es kein Warten auf ein wichtiges Mail geben, weil es einfach kein wichtiges Mail geben wird. Punkt. Und auch keine essentiellen Anrufe. Und so auch keiner, der einen mit kurzfristigen Absagen, Änderungswünschen oder weiß der Kuckuck was für Spompanadln in den Wahnsinn treiben kann.

Wie ihr vielleicht merkt, ist es heuer nicht allzu weit her mit meiner Weihnachtsstimmung. Das mag – und ich kann kaum glauben, dass diese Aussage von mir kommt – neben einigen andern Dingen unter Umständen auch daran liegen, dass es noch zu warm ist. Dieser ewige Spätherbst kann so schön langsam echt nix. Da hat selbst das alljährliche Love, actually-Schauen mit den Mädels nicht geholfen. Und dabei bin ich danach immer, immer in Weihnachtsstimmung. Aber wenn ich noch meine Spätphasen-Übergangsjacke tragen kann, dann passt da was nicht. Also liegt es weniger an der Kälte als am trüben Wetter und der Hektik, dass ich mir wieder einmal wünsche, ich wäre ein winterschlafhaltendes Tier. Dann wäre das meine natürliche Position für die nächsten drei Monate. Schön.

Quelle
                                                                            Quelle

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *