Deliriös

Ach Kinder, ich sag’s euch. Manchmal kommt mir mein Leben ein bisserl vor wie Versteckte Kamera oder ein schlechter Film oder eine echt ungute Mischung aus beidem. Gestern noch hab ich aufgrund von Fieber und einer schüttelfrostigen Nacht den Tag in der Horizontalen verbracht. Schlafend. Was meine media naranja etwas beunruhigt oder zumindest verwirrt zu haben scheint, hat er doch mehr oder weniger im Stundentakt angerufen und gefragt: Hast du geschlafen? Hab ich dich geweckt? Geht’s dir immer noch nicht besser? (Die richtigen Antworten: Ja, ja und nein!) Jedenfalls war ich erst gegen Abend wieder fähig mich aus dem Bett zu bewegen und eine Buchstabensuppe später (gehört neben meinen Standards Chips und Blätterteigbrezen ab jetzt offiziell zu meinen Kranksein-Essen. Danke für den Tipp an die liebe C.) hab ich mich auch fast wieder humanoid gefühlt. Den Rest hat dann eine Dusche erledigt. Alles zusammen hat gereicht, dass ich heute wieder im Büro sitze. Zwar mehr blass und bleich als frisch und fröhlich aber immerhin einsatzfähig. Und dann muss ich mich doch tatsächlich mit Dingen auseinandersetzten wie “Sakrale Malerei am Gänseei”. Ach Leute, bitte! Da wollte doch nur jemand meinen Gesichtsausdruck sehen, oder? Oder? Was kommt als nächstes? Naive Malerei am Wachtelei? Aquarelle am Straußenei? Kubismus am Hühnerei? Ich will nach Hause. Auf mein Sofa. Und die letzte Folge der dritten Staffel von Sherlock schauen. Das hab ich mir heute verdient. Jawoll.

Last Modified on February 25, 2014
This entry was posted in Semperdepot
Bookmark this article Deliriös

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *