Konzerthighlights

Robbie Williams war in Wien und ich war dabei. Das Christkindl hat die Karten gebracht. Die wären mir ehrlicher Weise sonst auch zu teuer gewesen. Aber so shakte und sang ich mich durch mein erstes Robbie-Konzert. Und man kann sagen was man will und seine Musik mögen oder nicht (Ich mag sie – meistens – und mit Swing-Musik hat man mein Herz sowieso schon erobert.) aber der Gute ist eine Rampensau im besten Sinn des Wortes. Etwas gepflegter würde man vielleicht “begnadeter Entertainer” sagen. Der Besuch in der Stadthallte hat mir dann aber auch wieder gezeigt, dass für unterschiedliche Menschen der Begriff “konzertgeeignete Kleidung” ganz verschiedene Sachen bedeuten kann. Meine eine schmeißt sich ja in Jeans, Chucks und T-Shirt. Andere hingegen bevorzugen Minirock und High Heels. Allerdings dürften diese Blondierten sich für Sitz- statt Stehplätze entschieden haben. Was für mich persönlich ja ein absolutes No go ist. Aber sei’s drum. Ich bin auch nicht an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem ich im Brustton der Überzeugung mein Alter mit 38 angebe. Und hoffen muss, dass Make-up und geschickt frisierte Extensions darüber hinwegtäuschen, dass diese Zahl eher auf einen Punkt in meiner Vergangenheit verweist als die Gegenwart exakt widerspiegelt.

Dann gibt es die Hasis in Trench, Mini und Ballerinas. Ein zugegebenermaßen etwas geeigneteres Schuhwerk. Mit so einem Mantel vergeht man in einer gut gefüllten Veranstaltungshalle aber ziemlich vor Hitze. Vor allem wenn man mittanzt. Also wohl auch eher die Fraktion: “Sitzen bei einem Rock/Pop/Swing-Konzert – ist ja viel bequemer. Und Tanzen ist sowieso blöd.” Wobei ich an dieser Stelle sagen muss: Auch bei den Stehplätzen gibt es ja die Menschen, die es schaffen, sich zwei Stunden exakt gar nicht zu bewegen. Und ich rede hier nicht davon, dass sie halt einfach nicht so wie ich entfesselt Arme und Beine einigermaßen koordiniert zur Musik bewegen und dabei mehr oder weniger textsicher mitschreiensingen, sondern eher chillig den Oberkörper, manchmal gar die Hüften bewegen. Wie ein Schilfrohr im sanften Sommerwind. Nein, ich rede von Menschen, die es schaffen stocksteif und mit einem gelangweilten Gesichtsausdruck dazustehen, während der Musiker, dem Sie ein Heidengeld in den Rachen geworfen haben, seine Bestes gibt, sie zu unterhalten.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Konzert-Outfits. Ich bin auch besonders fasziniert von Menschen, die scheinbar noch leichter frieren als ich. Was tatsächlich eine beachtliche Leistung ist. Denn mir ist eigentlich immer kalt. Aber anders kann ich es mir nicht erklären, wie man es aushält  in einem geschlossenen Raum mitten in einer Menschenmasse zu stehen und dabei in Daunengilet mit Kapuze und Fakefur-Besatz sowie Wollschal gewandet zu sein. Und das war kein Einzelfall.

Wie dem auch sei. Der Abend war sehr fein. Die Musi gut und ich hatte genug zu schaun, um damit einen Blogeintrag zu füllen. Was kann man sich mehr wünschen.

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