Que guay!

Wie merkt man, dass man alt ist? Daran, dass das Erasmus-Jahr inzwischen elf Jahre zurückliegt. Ja wirklich. Mehr als eine Dekade. Darauf haben meine Erasmus-Mädels und ich erst einmal einen Rioja trinken müssen. Vor über zehn Jahren hat es mich nämlich für ein Jahr nach Madrid verschlagen und das war zwar nicht immer leicht oder schön oder easycheesy aber unterm Strich war das trotzdem ein richtig geniales Jahr. Und was mich so unglaublich freut, ist, dass ich mit den drei Mitstreiterinnen, mit denen ich damals die meiste Zeit verbracht habe, nach wie vor in Kontakt bin. Dass wir es auch über Jahre und oft hunderte Kilometer geschafft haben. Egal ob eine in Dublin, Mailand, Regensburg, Schwerin, Rom oder London war, ob die Nationalität italienisch, deutsch oder österreichisch ist (und eine es dann doch nach Wien geschafft hat). Und es ist so unglaublich großartig, dass wir uns oft Monate nicht hören oder lesen, aber sobald wir uns sehen es sich trotzdem anfühlt, als ob wir uns erst gestern getroffen hätten und wir einfach stundenlang quatschen können. So, jetzt aber genug der Gefühlsduselei, sonst glauben die Elfenebeinturmianer ja noch, ich werde weich.

Jedenfalls haben wir nicht nur geplaudert, Wein getrunken und Tapas gegessen, sondern einfach auch die Stadt erkundet. Das letzte Mal haben wir uns vor vier Jahren in Madrid getroffen und seitdem hat sich wirklich etwas getan in der Stadt am Manzanares. Sie haben einiges hergerichtet, viele Fassaden erstrahlen mit neuem Anstrich, Huertas – zu Erasmuszeiten ein cooles, aber versifftes Fortgehviertel – ist jetzt das Boboville von Madrid, die Calle Fuencarral (falls jemand in Madrid shoppen will – hierhin sollst du gehen) ist eine Fußgängerzone, auf der Plaza del dos del Mayo wo früher nur Bars waren, ist ein Kinderspielplatz. Vieles ist aber gleich geblieben, vor allem der coole Vibe der Stadt. Und weil ich mich an dieser Stelle nicht über die Unfähigkeit der Kellner, die Angewohnheit der Spanier durch dich durchgehen zu wollen oder zumindest möglichst nah an die rankommen zu wollen (nix mit mein Tanzbereich, dein Tanzbereich) oder den manchmal etwas eigenen Geruch der Seitengassen auslassen will, sondern mich einfach nur an lässige vier Tage in einer alten Heimat erinnern will: Hier ein paar Bilder vielleicht als Anregung für den nächsten Städtetrip.

Malkurs auf der Plaza Mayor
Malkurs auf der Plaza Mayor
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Auch wenn sich der Übersetzer sehr sicher zu sein scheint, die korrekte Übersetzung für alles ins Englische ist nicht Croissant.
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El Palacio Real
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Food P*rn vlg Tapas
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An die Besitzer dieses Dachterrassenpools: Ich bin durchaus offen für Gespräche über eine mögliche Adoption. Einfach Nachricht in den Kommentaren hinterlassen
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Torre de Moncloa
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Templo de Debod

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El Quijote

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2 thoughts on “Que guay!

  1. Stefan

    Sehr schöne Bilder. Madrid ist vielleicht auch bei mir schon viel zu lange her.

  2. Kann nur empfehlen, wieder hinzufahren. Wobei, vielleicht nicht gerade jetzt. Die Stimmung dürfte nach dem WM-Ausscheiden eher gedämpft sein. Durfte die erste Niederlage in einer Bar miterleben – war nicht schön.

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