Am Stahlseil

Ist der Juni schon vorbei? Wirklich? Wie ist denn das gegangen? Ein Wischer war er, weil voll mit viel Arbeit (gut, weil zahlt die Miete) und zwei traurigen Ereignissen. Aber man soll nicht in der Vergangenheit weilen und wenn dann vielleicht nur in der unmittelbaren. Sprich letztes Wochenende. Da haben der liebe W. und ich die Klettergurte umgeschnallt, den Helm aufgesetzt und unseren ersten Klettersteigkurs absolviert. Die Idee, auch einmal angeschnallt die Berge zu bezwingen, geistert ja schon ein bisserl länger in meinem hellen Köpfchen herum. Nach einigem Training durch Wandertouren ist mein Höhenschwindel schon richtig fast gut. Und das gemütliche Schlendern über Almwiesen hat mir ja noch nie so wirklich getaugt. Vielmehr war es immer spannend, wenn man hin und wieder einmal die Hände gebraucht hat. Oder sich zumindest mehr auf den Weg konzentrieren hat müssen. Logischer nächster Schritt: Klettersteig. Und so arg das jetzt klingen mag: Das war meine Idee. Ja, ja ich werd noch abenteuerlustig auf meine alten Tag.

Der liebe W. glaubt übrigens, dass ich solche Sachen nur mach, um seine Lebenszeit drastisch zu verkürzen. Sei es passiv, weil das ihm dann doch auch Nerven kostet (Pst, hab letztens bei ihm doch glatt ein weißes Haar gefunden. Mein Werk.) oder aktiv, indem…na also, das kann man sich jetzt ja vorstellen. Wenn man ihm glauben mag, hat er aber vorsichtshalber jeden, der es wissen will und ziemlich ein paar die es eher nicht wissen wollten davon informiert, dass, wenn ihm was zustößt, die schuldige Person sweet moi sein wird. Als ob man mir etwas beweisen könnte. Ich hab schließlich in meinem Leben genug Krimis gesehen und gelesen, um zu wissen, worauf es ankommt.

Jedenfalls hat es richtig viel Spaß gemacht. Auch wenn der liebe W. das mit dem Gemeinschaftserlebnis nicht ganz so verstanden hat und sich am Samstag bei der Gruppeneinteilung doch glatt in eine andere Gruppe eingeteilt hat. Nur weil er schon einmal auf einem Klettersteig war und ich tatsächliche Anfängerin war. Sei’s drum. Meine Gruppe war lustiger. Das eine Mädel hatte am Sonntag bei der tatsächlichen Tour tatsächlich ein Deo eingepackt. Ohne Scheiß. Oder wie es meine Gruppenleiterin gesagt hat: “Es gibt nichts, was es nicht gibt.” Am Sonntag waren meine media naranja und ich aber dann doch gemeinsam unterwegs und so konnten dann Beweisfotos entstehen. Ich war wirklich in der Wand. Und ja, ich hab ausgesehen wie Kalimero.

DSC00686

DSC00691

2 thoughts on “Am Stahlseil

  1. Stefan

    Coole Bilder. Ihr erlebts immer lustige Sachen 🙂

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *