rosa, rosae, rosae, rosam, rosa

Kinder, die Buchempfehlungen im Türmchen waren in letzter Zeit etwas rar, was einerseits daran liegt, dass in der Radfahrsaison mein Bücherkonsum etwas abnimmt und mir andererseits irgendwie leider keine so richtig empfehlenswerten Bücher untergekommen sind. Bis jetzt. Denn nachdem ich vor einiger Zeit schon über “The Rosie Project” von Graeme Simsiongestolpert bin, habe ich das Buch jetzt auch tatsächlich gelesen. Manchmal muss der Lesewunsch einfach reifen. Aber ich bin echt froh, dass ich das Buch gelesen habe, weil ich schon lange, lange nicht mehr bei der Lektüren eines Buches so viel und so laut hab lachen müssen. Wirklich, der Zukünftige hat mich schon ganz besorgt angeschaut, wenn wieder ein Lachschwall vom Sofa zu ihm rübergeschwappt ist.

Worum es geht? Genetiker Don Tillman, Typ Sheldon Cooper mit Sexappeal, befindet, dass er mit 39 Jahren jetzt doch eine Ehefrau braucht. Also wird das Wife Project gestartet, für das er einen Fragebogen erarbeitet, um die am besten zu ihm passende Frau zu finden. Enter Rosie Jarman, die keine der wichtigen Kriterien erfüllt und der er eigentlich nur helfen will, ihren Erzeuger zu finden. Eigentlich…

Das mag jetzt vielleicht nach classic Schmusibu klingen, ist es aber nicht. Don Tillman ist hochintelligent, hat seinen Alltag perfekt durchorganisiert und ritualisiert, ist unfähig Sarkasmus oder jede Form von Subtext oder nonverbaler Kommunikation zu erkennen. Und da er als Ich-Erzähler auftritt, kriegen die Leser genau mit, wie es in seiner Welt aussieht und wie das Auftauchen von Rosie seine perfekten Strukturen ins Wanken bringt.

Neben den wirklich bezaubernden, lustigen, schrägen Charakteren ist das Buch auch einfach wirklich gut geschrieben. Es gibt so viele tolle Situationen und Sätze, die ich am liebsten alle zitieren oder zumindest paraphrasieren würde (ich hab das Buch gerade nicht bei der Hand). Etwa, wenn Don davon erzählt, dass er die Auswirkungen und Ursachen von Leberzirrhose erforscht und dann ganz lapidar meint: “Most of my working time I get mice drunk.” Oder: “I’m not good at understanding what other people want.” “Tell me something I dont’ know.” I quickly searched my mind for an interesting fact. “Ahhh…The testicles of drone bees and wasp spiders explode during sex.”

Aber genug davon, lest es selber. Jetzt. Gleich. Without von delay.

 

3 thoughts on “rosa, rosae, rosae, rosam, rosa

  1. Stefan

    Ah, darauf bin ich auch schon gestoßen habs dann aber wieder aus den Augen verloren. Das wird sich jetzt ändern. Kann ich das vielleicht ausborgen?Dafür kann ich “Blasmusikpop” anbieten. Auch sehr empfehlenswert

  2. Hab’s leider nur am Kindle, aber der Jonathan Coe und Hunger-Games-DVDs liegen schon bereit. Der Zukünftige ist nur vergesslich. Ad BP: Probier ich aber gerne;)

  3. Stefan

    Kein problem, nach dieser Empfehlung hab ich keine Hemmungen mir das Buch zu kaufen. 🙂
    Dann freu ich mich auf den Austausch.

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