Aus der Komfortzone

Kennt ihr das: Man hat das Gefühl, irgendwas muss anders werden. Privat. Beruflich. Was auch immer. Weil es irgendwie nimmer geht. Weil alles nicht mehr passt. Weil man manchmal irgendwie das Gefühl hat, zu ersticken oder ständig gegen Wände zu rennen. Nach außen hin, ist alles ok, alles läuft glatt. Aber alles ist eigentlich nur mehr Routine. Ich habe nichts gegen Alltag und Gewohnheiten. Die brauch’ ich sogar, damit ich mich in der Früh richtig anziehe und in die richtige Richtung radle. Aber wenn alles zu eingefahren ist, dann muss man wieder irgendwo her, irgendwie Luft holen. Man könnte anfangen, Gewohnheiten zu ändern. Diese simplen Tipps, wie: Zieh doch einmal den anderen Socken zuerst an. Oder: Schlüpf in die Hose mit dem anderen Bein zuerst hinein. Neue Reize schaffen soll so einfach sein. Und ja, das würde vielleicht auch reichen. Aber etwas Drastischeres, etwas Extremeres wäre fast besser. Sind wir nicht zu jung, um jetzt schon Routinen zu haben, die die nächsten 20, 30 Jahre die gleichen bleiben werden? Warum nicht auch ein bisschen mutig sein? Den Job kündigen auch wenn man noch nichts anderes hat? Warum nicht? Irgendwie fällt man auf die Füße. Aber hin und wieder muss man einfach aus seiner Komfortzone raus. Finden zumindest meine media naranja und ich. Also wird der Elfenbeinturm kurzerhand (oder besser gesagt mittellanger Hand weil erst ab nach Weihnachten) ein paar Länder weiter versetzt. Ach, die grande nation hat ja keine Ahnung, was auf sie zu kommt. Wir übrigens auch nicht. Und das finde ich momentan einfach unglaublich großartig. Es ist einfach das bisschen Abenteuer, das ich zur Zeit brauche. Der einzige Wermutstropfen ist, dass wir nicht alle uns lieben Menschen einpacken können. Wir hoffen einfach, dass sie auf uns warten und uns nicht vergessen. (Ha, wir lassen sie uns einfach nicht vergessen! Lästig sein, war noch nie ein Problem für mich.) Und was mir in etwas rationaleren Momenten etwas sorgen macht, ist dass mein Französisch-Wortschatz in etwa deckungsgleich mit jenem aus dem Lied im Anhang ist. (Danke an M. an dieser Stelle.) Aber hey, besser als gar nix! Vive la France!

3 thoughts on “Aus der Komfortzone

  1. Stefan

    Da kann man ja nur viel Erfolg wünschen und solange du hier nicht anfängst französisch zu schreiben bleibt man ja up to date 🙂

  2. Dankeschön. Und ich werd einen Teufel tun und mich hier a la francais blamieren. Das mach ich nur vor Ort.

  3. k

    Ma chère guapa!

    Ich empfehle dir unbedingt noch “The one where Joey speaks French” als Vorbereitung!

    Und noch was: Für mich war lästig sein auch noch nie ein Problem. Los wirst du/ihr mich/uns sicher nicht. Das haben wir ja schon geklärt 😉

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *