Switch on the Radio

Hallo? Ist da jemand? Also ich wär’ wieder da und ich hoffe jetzt einfach einmal, dass mir die zwischenzeitliche Elfenbeinturmverwaisung verziehen wird. Es warat zwex der Hochzeitsreise gwesen. Aber jetzt bin ich quasi wieder in Amt und Würden. Da alles aber noch ein bisschen zeitknapp ist, kommt jetzt nicht die große Berichterstattung zum neuenglischen Roadtrip, sondern einmal zum Einstieg etwas mit Musik. Denn wenn man so regelmäßig ein paar Stunden im Auto verbringt, dann braucht man a Musi. Und wenn keine CD vorhanden ist, dann muss es halt das Radio sein. Wie meine media naranja bestätigen kann, bin ich eine furchtbare Radiohörerin. Sobald ein Lied kommt, das ich nicht mag, schalte ich weiter. (Ist eigentlich bei CDs nicht anders.) Ich seh’ halt nicht ein, warum ich mich durch mühsames Gedudel quälen soll, in der Hoffnung, dass danach schon wieder etwas Besseres kommt. Der liebe W. ist da wesentlich leidensfähiger. Und damit er mir nicht total wuschig wird, halte ich hin und wieder ein Lied durch, auch wenn sich mir dabei die Nackenhaare aufstellen. Das Problem beim Radio ist ja leider auch, dass die meisten Sender im Grunde den ganzen Tag nur zehn Lieder spielen. Wenn etwas “hot” ist, dann wird das bis zum Erbrechen wiederholt. Und wenn der heiße Scheiß weniger heiß und mehr Scheiß ist, dann wird’s halt schwierig für die ohnehin schon ungeduldige Radiohörerin. Ich kann nach zehn Tagen Autofahren in den USA sagen, dass zwei Lieder grad besonders groß sind dort. Irgendein Schwachsinn, bei dem es die ganze Zeit geht “boom, clap! lalala” – “er ist so toll und ich so verliebt und jetzt singe ich drüber wie toll er ist und wie verliebt ich bin” (Ich paraphrasiere hier.) Und der zweite Song stammt von Taylor Swift oder irgendeiner anderen unnötigen Country-Pop-Blondine und hat den wirklich langen und gefühlte 100mal wiederholten Refrain “Cause the players gonna play, play, play, play, play, And the haters gonna hate, hate, hate, hate, hate, Baby, I’m just gonna shake, shake, shake, shake, shake”. Ich denke, die offizielle Version zum Lied ist, dass die Sängerin sich total kritisch mit ihrer ungerechten Situation, nämlich dass alle gemein zu ihr sind, auseinander setzt. Dabei sind die ja nur neidisch, weil sie zu schön, zu jung und zu intelligent ist. Oder hat das jemand anderer gesagt?

Na jedenfalls hat es auch gute, oder sagen wir zumindest lustige musikalische Untermalung gegeben. Hier unsere Top 3 der Flitterwochen-Charts:

Drunk on a Plane: Ja, Countrysänger können über alles singen. Und nein, es beschreibt nicht unseren Zustand. Nach zwei Glaserln Wien ist man ja noch nicht betrunken.

Ein Lied, in dem es (unter anderem) über einen Zahnarztbesuch geht. Im Ernst, Countrysänger verarbeiten alles zu einem Lied. (Wer mehr über die Entstehung wissen will, hier ist ein Artikel dazu.)

Und das Lied, das romantische Gemüter möglicherweise nicht ganz passend für den Honeymoon finden. Wir haben sehr gelacht. Und ich hab Guns’n Roses noch nie so country gehört.

One thought on “Switch on the Radio

  1. Stefan

    Eines meiner Lieblingslieder von G’n’R. Schön euch gut zurück zu wissen.

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