Vive la France

So, jetzt ist es wieder passiert: Ein neues Jahr hat angefangen. Vor allem bemerkbar an der Flut an Rückblicken, Ausblicken, Danksagungen, guten Wünschen und ellenlangen Listen an Vorsätzen, die auf praktisch jedem Blog, in jeder Tageszeitung und jedem Magazin über einen hereinbrechen. Der Elfenbeinturm steht einstweilen aber vollkommen unbeeindruckt und unbevorsatzt und -danksagt da. Was einerseits daran liegen mag, dass ich Jahreswechseln und den damit verbundenen Feierlichkeiten keineswegs entgegenfiebere und mir nicht schon im November meine Partykleidung zusammen suche. Es ist immer arschkalt am 31.12., 90 Prozent der Menschen marinieren sich zum Jahresabschluss noch einmal ordentlich ein und versuchen sich dann im besten Fall an Feuerwerksraketen im schlechtesten Fall an Schweizer Krachern und es ist unmöglich irgendwo ein Taxi zu kriegen, wenn man heim will. So viel zu meiner Grundeinstellung. Da ich beim letzten Jahreswechsel aber irgendwie total am Sofa weggemützt bin und dann ob der traurigen Dackelaugen meiner media naranja doch ein schlechtes Gewissen hatte, war diesmal Feiern angesagt. So richtig mit anderen Menschen. Also nicht Silvesterpfad-Wahnsinn, sondern ein nettes Beisammensein mit lieben Menschen in einer Wohnung mit Dachzugang. Was soll ich sagen: Das kann schon was. Also bin ich gepflegt und nur leicht angefroren rübergerutscht. Damit kann ich umgehen.

Im Gegensatz zu anderen Jahren hat der Jahreswechsel aber tatsächlich eine Veränderung mit sich gebracht. Die nächsten zehn Monate (und dann schau ma weiter) hat der Elfenbeinturm seinen Hauptstandort im entzückenden Strassburg. Für alle Kärntner: Nicht das im Gurktal. Ist zwar auch putzig aber nicht der Ort der Wahl. Was das jetzt für mich persönlich genau bedeutet, kann ich tatsächlich noch gar nicht abschätzen. Und wisst ihr was: Ich finde das gerade total schön. Was das für den Elfenbeinturm bedeutet, kann ich aber schon einigermaßen sagen (da das Türmchen aber ein ständiges work in progress ist, sind Abweichungen vorporgrammiert): Weiterhin natürlich Einblicke in die ups and downs meines Seelenlebens mit speziellem Focus auf dem Thema “Eine Österreicherin in Frankreich”, dann möchte ich euch natürlich meine temporäre Heimat vorstellen und auch die Orte die wir hoffentlich alle schaffen zu besichtigen und selbstverständlich erfährt ihr weiterhin, welche Filme, Bücher, Serien ich großartig finde. Und weil ich das noch nie gemacht habe, zum Abschluss eine kleine Liste mit Dingen, die ich mir für das kommende Jahr vorgenommen habe. Wenn ich das öffentlich mache, halte ich mich vielleicht auch dran: wirklich Französisch lernen, endlich wieder Klarinette spielen, wieder mehr lesen, eine bessere Zeit für die 10 km zusammenbringen und unter ganz großen Umständen vielleicht sogar eine längere Distanz angehen.

Fürs erste sind die Tigerente und ich gut in der neuen Heimat gelandet.

2015-01-06 09.55.17

 

Last Modified on January 6, 2015
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