Einmal Bretagne und zurück

Hab ich schon einmal erwähnt, dass ich Urlaub mag? Ja, ich weiß, damit steh’ ich nicht alleine da aber darum geht’s ja auch gar nicht. Ich wollte das nur einmal (wieder) gesagt haben. Also Thema Urlaub. Wie bereits angekündigt, hat es sich diesmal um die Kombi Roadtrip mit längerem Verweilen an einem Ort aka wir versuchen diesmal den ferienwohnunglichen Aufenthalt gehandelt. Jetzt ist es natürlich schon ein bisserl ungeschickt, immer von den teilweise nicht so bekannten Orten vorzuschwärmen, die einen begeistert haben, weil, dann fahren da ja alle hin und dann isses dort vielleicht nicht mehr so toll. Aber ich kann mich halt nicht alleine freuen – genauso wenig wie ich still und leise vor mich hinleide. Irgendwo in meiner Doppelhelix ist die Mitteilsamkeit einprogrammiert. Was für eine, die einen Blog schreibt ja nicht ganz blöd ist. Der Göttergatte und ich haben also wieder einmal Paula Polo vollgepackt (unglaublich wieviel Zeugs zwei Personen für zehn Tage einpacken können. Aber wenn wir keine Gewichtsbegrenzungen haben, werden wir gleich übermütig. Der am häufigsten gefallene Satz beim Packen war (wieder einmal): “Ach, pack ein. Das ist jetzt auch schon wurscht.”)  und sind los gen Westen. Der erste Stopp war Troyes, das sich dadurch auszeichnet die “capitale européenne des magasins d’usine” zu sein. Die europäische Hauptstadt der Outlet-Stores also. Franzosen lieben ja Superlative und Komparative und alles wird gleich zur capitale. Mein persönlicher Favorit ist hier immer noch Krautergersheim – la capitale de la choucroute – die berühmt berüchtigte Hauptstadt des Sauerkrauts. Für die Elsässer ist das wichtig. Zum Erntedankfest wird hier ein Altar aus Krautköpfen aufgebaut. Wir haben für diesen Herbst also schon einmal ein Ausflugsziel. Aber zurück zu Troyes. Da gibt es wirklich viele Outlets aber auch ein paar der schiefsten Fachwerkshäuser, die mir bisher untergekommen sind. Und mir sind tatsächlich schon viele, viele Fachwerkshäuser untergekommen. Keines davon sonderlich grade aber die meisten wirken zumindest nicht akut einsturzgefährdet.

Von Troyes ging’s dann direkt in die Bretagne. Oder so direkt wie des Göttergatten Schleichwege es erlaubt haben. Aber anders als 80 Prozent der Reisenden in Frankreich an diesem Wochenende sind wir nicht auf der Autobahn von Paris in die Provence im Stau gestanden. Wir hatten ein Appartement an der bretonischen Nordküste. Wenn wir uns nicht am Sandstrand die Sonne auf den Bauch scheinen haben lassen – zwei Tage hat es sogar 30 Grad gehabt, eine richtiggehende Hitzewelle für die Bretagne – dann haben wir die Gegend erkundet. Vielleicht nur kurz die wichtigsten Infos zur Bretagne: Die Küste ist eigentlich komplett anders, als wir uns das vorgestellt haben: meistens sehr flach mit ganz vielen Sandstrandbadebuchten, alles leicht zu erwandern. Temperaturtechnisch hat es im Sommer meistens so um die 25 Grad, würd’ ich sagen. Und der Spruch: “Das Wetter in der Bretagne ist schön. Fünfmal am Tag.” – stimmt. Nur weil es in der Früh bewölkt ist, heißt es nicht, dass der Vormittag nicht super sonnig sein kann, es mittags regnet, nachmittags die Wolken herumziehen und am Abend die Sonne noch einmal so richtig vom Himmel lacht (da wir doch etwas weiter nördlich sind, ist es echt lange, lange hell.). Lagenlook ist meistens angesagt. Aber wir hatten echt sehr viel Glück. Es hat nur zweimal geregnet. In der ganzen Woche. Kulinarisch wartet die Bretagne natürlich mit Meeresfrüchten und Fisch aber auch mit Crepes, Galettes und Cidre auf. Mir persönlich passt das ja ganz gut in den Speiseplan. Und die Einheimischen sind auch ganz entzückend. Etwas reserviert – aber generell sind Franzosen ja nicht das überschäumendste Völkchen. Auf der Rückreise sind wir übers Loire-Tal gefahren und haben uns dort ein paar Schlösser angeschaut. Kann ich auch nur empfehlen.

Bevor der Text jetzt zu lange wird, hier einfach ein paar Bilder zum Anglusten sozusagen.

 

Bucgt

Locquirec

Die Katze war beim Appartement dabei.
Die Katze war beim Appartement dabei.

Maison

St. Malo
St. Malo

Coucher de soleil2

Konserven

Sandstrand

Moulin

 

Mont St Michel
Mont St. Michel

Menhir

Pointe de Corsen

Pont Anven

 

Phare

 

Cocher de Soleil

Chateau de Chambord
Chateau de Chambord
Chateau de Chenenceau
Chateau de Chenenceau

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