Bussi, Baby

Es gibt so Bands, die machen echt gute Musik. Man hört sie im Radio, ist begeistert, kauft die CD und dann hat man die Gelegenheit, auf ein Konzert zu gehen – und danach wünscht man sich, man hätte es gelassen. Denn auch wenn sich die Musik vielleicht anhört, als ob die Band die ersten paar Jahre ihres Bestehens in versifften Clubs und Kellerlöchern verbracht haben, wo sie für ein Gulasch und ein Bier gespielt haben und dabei die Leute derart begeistert haben, dass am Ende des mühsamen Weges dann doch eine Platte herausgeschaut hat, der Schein kann trügen und den Musikern das Konzept der Interaktion mit dem Publikum  ein vollkommen unbekanntes sein. Da ist man besser und billiger mit der CD dran. Und ja, diese Enttäuschung, die mir Mando Diao in meinen Studentinnenjahren beschert hat, hab ich vielleicht noch nicht ganz überwunden. Und ich gehe leider immer mit ein bisserl einer Angst in ein Konzert von einer Band, die ich gut finde. Die Sorgen hätte ich mir bei Wanda allerdings sparen können. Wir haben uns am Sonntagabend den Tatort gespart und sind ins relativ nahe Karlsruhe gegurkt, um die Wiener Band zu sehen. Und so mitten unter Deutschen haben wir ein Stückerl Heimat gefunden. Das war schon sehr nett. Und wer sich einen Konzertbesuch überlegt: Das zahlt sich auf jeden Fall aus. Die fünf haben sichtlich Spaß auf der Bühne und freuen sich, so denke ich, tatsächlich, dass da Leute gekommen sind, um sie anzuhören. Und weil so ein verregneter Dienstag mit dem richtigen Soundtrack besser zu ertragen ist, hier ein kleines Lied. Amore, meine Lieben, Amore!

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