Na, geht doch

Teil einer kleinen, vielleicht sogar elitären Gruppe zu sein, etwas Besonderes also, nicht Alltägliches, das klingt doch schön. Also nicht, dass ich jetzt einen Platz bei den Freimaurern anstrebe (Nehmen die Frauen? Nein? Sexistisches Pack.) oder eine Mitgliedschaft bei einem Business Zirkel oder Mrs. Sporty. Aber bis vor Kurzem gehörte ich noch zu den Menschen, die sich mit der klingenden Bezeichnung “Expat” schmücken durften. Und jetzt aufeinmal soll ich wieder ganz normal sein? Da muss es doch was geben! Tja, die Antwort wurde so zufällig wie leicht gefunden. Man muss nur einmal ins Kino gehen. Also ins richtige. Mit dem richtigen Film. Und schwupps: Schon kann man sich neu zuordnen. Mesdames, Messieurs, je vous présente: die Gruppe der Frankophilen. Die ziehen sich jetzt nicht in einen gemütlichen Club mit speckigen Lederfauteuils, holzvertäfelten Wänden, deckenhohen Bücherregalen, grünen Leselampen und Whisky zurück. Wobei ich das ja nicht ganz unangenehm finden würde. Ich glaube, das Ambienete würde mir stehen. Dieser Menschenschlag fröhnt seiner Liebe nicht im Geheimen. Oh, non, non, non! Soll ja jeder wissen, dass man ein paar Brocken Französisch versteht (für den Rest gibt’s die Untertitel). Und auf den ersten Blick wirken die Mitglieder recht umgänglich. Ich denke, ich werde mich hier wohlfühlen. Und für alle potentiellen Mitglieder oder Menschen, die einfach einen unglaublich bezaubernden Film schauen wollen (den es auch in einer deutschen Version gibt), hier der Trailer zu “Le gout des merveilles” (Als “Birnenkuchen mit Lavendel” in den österr. Kinos. Naja.)

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