Sonniger Blick

Weit bin ich ja noch nicht gekommen, mit den Wanderbildern. Aber hier schon einmal das dazugehörige Gehüpfe. Das war am Sonnblick. Danke Hitzewellenhoch war es auch auf 3.106 m ziemlich warm. Hätte nicht gedacht, dass ich in kurzen Ärmeln und Hosen übern Gletscher hatsch. Auf den Sonnblick rauf war zum allerersten Mal im Laufe unserer Wandertouren richtig was los. Ich muss sagen, ich mag das ja nicht so. Aber wenn man auf bekannte Berge steigt, muss man damit wohl rechnen. Ausgezahlt hat es sich auf jeden Fall. War für jeden Geschmack etwas dabei: normale Wanderwege, Schneefelder und ein bisserl was mit Haltegriffen.

Das im Hintergrund ist übrigens der Großglockner. Also praktisch war ich schon am Glockner. Zwei in einem sozusagen. Ah net schlecht. Allerdings bin ich bei der Durchsicht meiner bisherigen Jump-Fotos draufgekommen, dass ich vielleicht verschiedene Sprünge anbieten werde müssen. Hab da so meine zwei, drei Standards. Wird mit der Zeit a bisserl fad. Sonst krieg ich einmal kein Foto.

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Don’t be cross. Jump!

Im Land der eingefleischten Teetrinker (ich hab mich so wohlgefühlt) konnten der liebe W. und ich nicht anders. Wir mussten immer wieder in die Luft gehen. Unsere Sprunggelenke haben förmlich gejuckt. Vielleicht hilft’s ja was am Wochenende. Da ist nämlich der Crossrun dran. Im Feber, als wir uns angemeldet haben, da hat sich das wie eine wirklich lustige Idee angehört. Jetzt bin ich mir ja nicht mehr so sicher. Das mag einerseits damit zu tun haben, dass sich meine Wettkampfplanung wiedereinmal als grandios idiotisch herausgestellt hat. Denn der Frauenlauf, an dem ich natürlich – weil ich bin ja so supersportlich – auch wieder teilnehmen werde, der ist am Tag danach. Und das eigentlich angepeilte regelmäßige Intervalltraining ab März ist zunächst am erneuten Schneefall gescheitert. Und dann am Urlaub. Und mit den zweimal danach wirst halt auch nicht wirklich schnell. Also nix mit neuer Bestzeit. Dafür hab ich einen neue Laufhose. Die ist hübsch. Ist ja auch schon was.

Der liebe Werner macht ja auch mit. Also nicht beim Frauenlauf. Dafür müsste er zuviel rasieren. Die Frau glaubt ihm sonst keiner. Aber beim Crossrun. Vielleicht schafft er es ja, das Team mit seiner guten Zeit rauszureißen. Wobei, ganz so überheblich und – ja – gönnerhaft fast schon, müsste er dann auch nicht sein, wenn es um meine Laufleistungen geht. Nur weil er Halbmarathone (ist das das korrekte Plural?) rennt und ich die fünf Kilometer. Ist halt eine andere Spezialisierung. Muss es ja auch Leute geben, die da mitmachen. Ich hab ihn ja am letzten Wochenende gefragt, wie ich das jetzt angehen soll. Weil zwei Wettbewerbe hintereinander. Da muss man sich die Kräfte ja gut einteilen. Vor allem wenn man jetzt nicht soviel davon hat. Ich also: Sollen wir jetzt noch ein Intervalltraining machen? Er: Das bringt jetzt auch nix mehr. Ich: Hmm, dann geh ich am Dienstag noch amal fünf Kilometer laufen. Und unter Umständen am Donnerstag kurz ein bisschen laufen. Meinst das ist klug? Er: Die fünf Kilometer kannst jeden Tag rennen. Das ist ja nicht anstrengend. – Danke, ganz lieb.

Wobei, ich hab’s da vielleicht noch besser getroffen als die liebe C. Ihr Bruder hat zunächst einmal zehn Minuten durchgelacht, als er von ihrem Plan gehört hat, beim Crossrun mitzumachen. Gut, er ist beim Heer. Aber als sie bei einem 5-km-Rennen bei sich in der Nähe teilnehmen wollte, hat er ihr das quasi verboten. Weil, wenn die Leute mitkriegen, dass sie seine Schwester ist und läppische fünf Kilometer rennt… Das ist ja nur für Versager. Gut, er ist ein Ironman. Aber trotzdem. Lasst uns doch unsere persönlichen Erfolge auf den Lulu-Distanzen. Also dann halt, wenn wir jetzt tatsächlich unsere Zeit verbessern. Beim nächsten Rennen zumindest. Bestimmt.

Aber hier einmal die Jump-Fotos von der Insel.

Der Himmel so blau. Fast schon kitschig.
Der Himmel so blau. Fast schon kitschig.
Es geht auch weniger kitschig blau.
Es geht auch weniger kitschig blau.
Das war ein total wichtiger Stein bei den Kelten. Oder so.
Das war ein total wichtiger Stein bei den Kelten. Oder so.
No sheep in Cornwall, aber in Dartmoor wurden wir fündig.
No sheep in Cornwall, aber in Dartmoor wurden wir fündig.
Und dann kam Stonehenge...
Und dann kam Stonehenge…
...one of the biggest Henges in the world.
…one of the biggest Henges in the world.

 

A Jåhr is båld uma

Jahresenden werden ja gerne genutzt, zurückzublicken. Überall gibt es jetzt Best-ofs der schönsten, schrecklichsten, emotionalsten, aufregendsten, traurigsten, lustigsten und was weiß ich noch was Momente des Jahres 2012. Und weil das eh alle anderen machen, muss ich das ja nicht auch noch tun. Also fang ich heute einfach ein neues Blogjahr an. Aber keine Sorge. Ganz ohne Ausblick, was 2013 bringen wird. Nur mit dem Gedanken, dass 2012 wirklich ein Pfitschipfeil war. Gerade erst da und schon wieder weg. Ich fürchte ja, der Spruch “Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit” stimmt irgendwie. Naja, was soll’s. Irgendwie ist es ja gut, dass gewisse Dinge inzwischen vergangen sind. Die schönen Momente würde ich aber gerne noch ein bisserl festhalten. Ansonsten geht’s aber weiter nach vorn. Gestern war es ja noch superschön. So konnte ich mit Schwung und beflügelt durch zwei Glühweine ein letztes Mal im Jahr in die Luft gehen. Ich gestehe ja, die Plusgrade und das sonnige Wetter, die bisher im Dezember vorgeherrscht haben, haben mich verwirrt. Ich bin ja davon ausgegangen, dass ich von einer eher weniger entspannten Weihnachtsstimmung direkt in meine angestammte Winterdepression übergehen kann. Eiseskälte und Lichtmangel helfen dabei normalerweise immer ungemein. Doch die sind ja ausgeblieben. Bisher. Denn der erste Tag im Jahr war wieder Wiener Winterwetter at its best. Naja. Ein bisserl warm war es schon noch. Für Jänner. Aber wir sind am richtigen Weg. Damit kann ich umgehen. Das bin ich gewohnt. Also schau ma amal, was noch so kommt.

 

Silvester-Hüpfer

Sleepy Hallows

Die Zeit zerrinnt mir momentan zwischen den Fingern und ich komm einfach nicht zeitgerecht zum Posten. Naja, zeitnah isses ja noch. Der Allerheiligensprung. Fürchte es ist irgendwas zwischen gekreuzigt und Sleepy Hollow geworden. Aber es passt zur Jahreszeit. Immerhin.

Es wird a Wein sein


Zweimal im Jahr zieht’s uns hinaus. Aber nicht irgendwo hin. Eine Weingegend muss es sein. Hilft beim Weintrinken. Kombiniert mit Wandern (immer sechs Kilometer) natürlich. Wir sind ja sportlich. Diesmal ging’s ins Burgenland. Rotweingegend. Eigentlich nit so unsers. Aber die liebe K. hat sich durchgesetzt. Steter Tropfen höhlt den Stein und so. Na jedenfalls kann ich sagen: Je mehr Rotwein ich getrunken hab, desto besser hat er mir geschmeckt. Doch wenn man da jetzt einmal ganz ehrlich ist: der Wein ist beim Weinwandern, ich sag jetzt nicht nebensächlich, aber zweitrangig. Denn ohne die richtige Gesellschaft schmeckt der beste Wein überhaupt nix. Und die Weinwanderwichtel sind einfach die beste Begleitung zum Weinwandern. Deshalb war’s wieder deliziös. Bevor ich aber sentimental werd, der Nachteil des Ausflugs: ich hab mir eine happige Verkühlung aufgrissen. Eineinhalb Tage im Bett mit Fieber waren die Folge. Und falls irgendjemand diesen Blog einigermaßen regelmäßig verfolgt oder mich kennt: ich bin keine angenehme Kranke. Eher so der Typ “Sich in Selbstmitleid suhlend” und so. Aber jetzt ist ja schon wieder alles gut. Und ich hab große Lust, die schöne Stimmung vom Wochenende zu verbreiten. Also: Hoch die Gläser! Und wenn viele Menschen zusammenkommen, können viele springen. Mein erster Dank an die liebe K. Und mein zweiter an den Sprungrest. Wenn mehrere in die Luft gehen sollen, gibt es da ein Gleichzeitigkeitsproblem. Haben wir aber schön gelöst;)

 

 

 

 

Presenting: Fritz, the cat

Ein herrliches Altweibersommerwochenende an der Heimatfront. Nicht nur zum Kiwi-Ernten. Die sind übrigens mehr als nur super und die einzigen Kiwis, die ich mag. Mit einem Biss essbar und haarlos. Ich finde Früchte mit Haaren ja sehr schwierig. Pfirsiche gehen noch irgendwie. Da kann man die kurzen Härchen abrubbeln. Aber bei den normalen Kiwis geht das nicht. Außerdem sind sie meistens steinhart und arg sauer. Aber auf das wollte ich eigentlich gar nicht eingehen. Viel mehr wollte ich hier einmal unseren Kater Fritz vorstellen. Der hatte gerade Geburtstag. Den zehnten. Sieht man ihm gar nicht an. Und weil er gar so gerne post, konnten wir nicht widerstehen, ein Foto von ihm zu schießen wie er leibt und lebt. Und weil er grad so gut drauf war, hab ich die Gelegenheit genutzt, das Hüpf-Foto der Woche mit ihm zu schießen. Er hat sogar relativ brav mitgemacht und mich zu Schluss nur einmal gebissen. Und was soll ich sagen: Der Kater war auf jedem Foto fesch und ich muss echt an meinem Gesichtsausdruck arbeiten.

 

Fritzi springt mit mir. Fast freiwillig.

Teig sein

 

Vor dem Abflug. W.: "Schau, die haben extra Sitze, wo alte Männer schwangere Frauen angraben können."
Vor dem Abflug. W.: "Schau, die haben extra Sitze, wo alte Männer schwangere Frauen angraben können."

Es gibt ja Menschen, die kommen jahrelang ohne Urlaub aus. El Jefe ist so einer. Fünf Jahre bin ich jetzt schon mit von der Partie und er hat insgesamt dreimal ein verlängertes Wochenende gemacht. Ich persönlich kann das gar nicht verstehen. Ich liebe Urlaub. Also, ich arbeite schon gern. Wirklich. Und nicht nur, weil’s fein ist wenn man ein Dach überm Kopf und etwas zum Essen hat, was ohne Einkünfte relativ schwierig ist. Nein, ich mach das wirklich gerne. Also nicht jeden Tag. An manchen Tagen will ich echt nit. Aber prinzipiell schon. So generell. Ich schweife ab. Was ich sagen wollte: Ich hatte grade Urlaub. Zwei Wochen. Eine davon als Teig. Ihr wisst schon: Den Tag in der Sonne liegen, dreimal täglich wenden, langsam braun (oder in meinem Fall: dunkelweiß) werden und sich gehen lassen. Es war super. Und auch wenn der hyperaktive “Wir müssen doch Sachen machen”-Mann an meiner Seite das niemals offiziell zugeben würde (wie so vieles nicht, fällt mir grad auf): Er hat das auch einmal gebraucht. Und er hat mehr geschlafen als ich. Obwohl das echt schwierig war. 10 bis 12 Stunden pro Nacht und ein bis zwei pro Tag – ich war total zen.

Mein Zugeständnis zum Sachen-Machen war ein bisserl Sport. Da gab’s nämlich einen Tennisplatz. Ich wollte schon immer wieder einmal spielen. W. hat ja lange gespielt – perfekter Trainer also. Ich hab nur während der Volksschule den Schläger geschwungen. Beim Jahresturnier hab ich einmal eine Silbermedaille und einmal den ersten Platz belegt. Mein einziger Pokal in meinem ganzen Leben. Bin nach wie vor furchtbar stolz darauf. Und jetzt wollte ich wissen, ob doch noch eine Steffi Graf in mir schlummert. Tut sie nicht. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. W. war glaub ich besonders stolz, dass ich doch tatsächlich einmal das getan hab, was er mir gesagt hat.

Übrigens waren wir auf Kos. Supernette Insel für Teig-Urlaub. Wer was erleben will, sollte wohl ein anderes Ziel ansteuern. Schön war auch der geringe Deutschen-Anteil. Da waren die Liegen nicht schon alle um sieben Uhr besetzt. Der Strand war superschön, Wasser herrlich, Essen super – also die Klassiker jeder Ferienpostkarte waren erfüllt.

Ziege auf Kos

 

Griechenland-Klassiker

Ich liebe ja Strandliegen vor allem auch wegen dem Leute-Beobachten. Etwa das russische Pärchen, dass immer schnell die nassen Badesachen gegen trockene gewechselt haben. Schön bedeckt durch ein Tuch. Dass das halbdurchsichtig war, haben sie eher nicht bemerkt. Und bevor ich da als die Ober-Spechtlerin abgetan werde: Die sind direkt vor mir gestanden. Wo soll man denn da sonst hinschauen. Der beleibtere Herr, der Windsurfen lernen wollte, hatte auch hohen Unterhaltungswert. Ganz wichtig für den Strandurlaub dieses Jahr auf Kos war übrigens die Biographie von Steve Jobs. Ohne die, bist du’s nicht. Da sind wir leider vollkommen abgestunken (Buchempfehlung folgt noch).

Der Urlaub hat mich aber auch auf eine schier grandiose Idee gebracht. Hatte ja genug Zeit zum Nachdenken. Ihr erinnert euch an mein Foto-Mangel-am-Blog Problem? Ich hab jetzt die Lösung. Sprung-Fotos. Eines pro Woche. Die Idee hatte ja noch absolut niemand. Außer vielleicht Philip Halsman, der so die Promis seiner Zeit abgelichtet hat. Also ja, die Idee hab ich gfladert, ist aber nichtsdestotrotz schier genial. Und weil ich mich anfangs nicht lumpen lassen will, hier gleich einmal drei. Der liebe W. hat auch gleich mitgemacht.

Säulensprung am Asklepieion

 

Stiegensprung am Asklepieion

 

W. am Strand